Anreise und Unterkünfte für Casino-Reisen planen
Auch Spitz und seine Lebensgefährtin Erika - ein reifes Mannequin - wurden Zunftmitglieder, und der Charmeur Spitz durfte sich sogar als »Altmeister der Zunft« bezeichnen. Seine Dame verbreitete soviel Charme, daß hohe Parteifunktionäre und SS-Dienstgrade freundschaftliche Beziehungen zu Spitzens anknüpften. Sie vermittelten dem galanten Weltmann eine Planstelle beim Kommandeur des Sonderstabes 3.
- Schweizer Franken als Währung in Casinos der Schweiz, Euro oft akzeptiert
- Wechselkurse und Gebühren an Grenzübergängen und in den Spielbanken
- Kreditkartenakzeptanz und Abhebungslimits in beiden Ländern
- Steuerliche Behandlung von Gewinnen in Deutschland vs. Steuerfreiheit in der Schweiz
- Melde- und Quellensteuerpflicht für größere Gewinne bei der Rückkehr nach Deutschland
Germanisches SS-Panzerkorps, Fritz Schwend, die ihn vor den Gaskammern bewahrte.
- Unterschiedliche Spielregeln und Steuersätze in Deutschland und der Schweiz
- Höhere Einsätze und andere Tischlimits in Schweizer Spielbanken
- Verschiedene Spieleangebote (z.B. Boule in der Schweiz vs. Roulette in Deutschland)
- Altersgrenzen: 18 Jahre in deutschen Casinos, 21 Jahre in vielen Schweizer Casinos
- Dresscodes und Hausordnungen der jeweiligen Spielbanken vergleichen
Spitz mußte speziell hinter der Westfront Falschgeld in echte Werte umsetzen. Dafür bekam er hohe Provisionen und konnte wie ein Grandseigneur leben. Nach dem Zusammenbruch reinigte er sich sofort von dem Verdacht, Nazi-Kollaborateur gewesen zu sein, indem er exponierten Mitgliedern der »Zunft«, zum Beispiel einem bayrischen Grafen, mitteilte: »Wir müssen uns jetzt trennen. Ich muß wieder zurück zu meiner Mischpoke.« Nachdem Spitz Anschluß bei den amerikanischen Geheimdienst-Chefs Charles Michaelis und Eric Timm gefunden hatte, denen er sich in vieler Hinsicht nützlich erwies, war er nicht mehr so zimperlich. Er verschaffte auch seinem damals verhafteten früheren Kommandeur Schwend Gelegenheit, sich bei den Amerikanern freizukaufen. Der ehemalige Notenfälscher-Boß mußte allerdings einen versteckten Goldschatz - 80 Kilogramm englische Goldpfunde und Napoleons - an Michaelis und Timm abliefern, bekam aber durch Spitz die Chance, schnell wieder Geld zu machen; freilich nicht durch Fortsetzung des »Unternehmens Bernhard«, sondern im Zusammenwirken mit dem Bankier August Lenz und einigen intimen Sports- und Geschäftsfreunden.
| Trend | Auswirkung auf deutsche Grenzcasinos | Auswirkung auf Schweizer Casinos | Mögliche Kooperationsfelder |
|---|---|---|---|
| Online-Glücksspiel | Konkurrenz für stationäre Casinos | Starke Konkurrenz durch internationale Anbieter | Gemeinsame Loyalty-Programme online/offline |
| Eventisierung | Mehr Konzerte, Shows, Galadinner | Fokus auf Hochpreissegment & Exklusivität | Grenzüberschreitende Event-Kooperationen |
| Nachhaltigkeit & CSR | Stärkerer Fokus auf Spielerschutz | Bereits hohe Standards im Spielerschutz | Austausch von Best Practices |
| Demografischer Wandel | Anpassung an ältere, zahlungskräftige Gäste | Versuche, jüngeres Publikum zu gewinnen | Gezieltes Marketing für unterschiedliche Altersgruppen |
»Es war eine gemischte Gesellschaft, die sich damals oft in Lenzens Privatwohnung traf«, berichtet der Kaufmann Günther Wischmann, ein Kollege von Spitz aus der Banknotenfälscherzeit, der ebenfalls in die Nachkriegs-Transaktionen der Lenz-Spitz-Gruppe eingeschaltet wurde. Wischmann: »Spitz war damals der mächtigste Mann in München. Strenge Devisenbeschränkungen, hohe Zölle und Ausfuhrverbote riegelten Westdeutschland vom freien Welthandel ab. Wenige hundert Kilometer vom Münchner Promenadeplatz entfernt aber lag eine Drehscheibe, auf der damals - 1945 bis 1947 - Devisen und knappe Waren zwischen der Schweiz, Österreich, Deutschland und der Tschechoslowakei bewegt wurden: das kleine Fürstentum Liechtenstein. Es traf sich gut, daß Lenz während seiner Industriebankiers-Tätigkeit in den steiermärkischen Wäldern mit der Liechtensteiner Fürstenfamilie bekannt geworden war. Nach dem Krieg wurde die Bekanntschaft im Kreis der gemischten Gesellschaft erneuert; vor allem nahm Prinz Hans von Liechtenstein - ein Vetter des Regenten Franz Joseph II. Dabei wurde in Rechnung gestellt, daß der Prinz einen Diplomatenpaß besaß und am Heck seines Wagens das CD des Diplomatischen Korps führte. Oft schickte der Prinz nur seinen Sekretär, den Schweizer Hans Mächler, zu Schorsch und Gustl, wie Spitz und Lenz von den Mitgliedern der gemischten Gesellschaft genannt wurden, um einen Gruß an Jacky zu bestellen - so titulierte man Seine Durchlaucht im vertrauten Kreis - und einige Kleinigkeiten abzuholen; beispielsweise wertvolle Gemälde, Wertpapiere oder Juwelen, einmal sogar - behauptet Schwend - einen ehemaligen Fürstenschmuck mit eigroßem Smaragd, den ein Ostflüchtling für rund 600 000 Reichsmark versetzt hatte.
| Maßnahme | Umsetzung im deutschen Casino | Umsetzung im schweizer Casino | Zusammenarbeit über Grenze |
|---|---|---|---|
| Geldwäsche-Prävention | StrG & GwG, strenge Identitätsprüfung | Geldwäschereigesetz (GwG), Meldepflichten | Informationsaustausch bei Verdachtsfällen |
| Zutrittskontrollen | Videoüberwachung, Hausverbundsdatei | Videoüberwachung, Gästeregister | Kein automatischer Austausch von Hausverboten |
| Spielsperren | OASIS (landesweite Sperre) | Individuelle Casinosperren möglich | Sperren nicht grenzüberschreitend wirksam |
Eine Zeitlang ließ sich der Schmuck- und Devisentransporteur Mächler von einem Gehilfen nach München chauffieren und fuhr dann jedesmal mit einem anderen in Bayern erworbenen Kraftwagen nach Vaduz zurück. Er frisierte die Wagen durch ein mitgebrachtes FL (Fürstentum Liechtenstein)-Nummernschild als bereits im Ausland zugelassen, so daß die Zöllner an der österreichischen oder Schweizer Landesgrenze die Fahrzeuge nicht als unverzollte Exportware erkennen konnten. Triptiks- waren damals im Verkehr mit Westdeutschland noch nicht eingeführt. Die Kraftfahrzeuge wurden dann von Liechtenstein aus mit ungewöhnlich hohem Profit in die Schweiz verkauft. Die meisten der etwa 200 Wagenkäufe wurden nämlich mit Dollar finanziert, die man in der Schweiz beschaffen konnte. Damals notierte der Dollar an der schwarzen Börse in München 100 Reichsmark.
Grenze zu DeutschlandSchweiz entfernt TNT aus Rheinbrücke
Lenz nahm die Trennung nicht tragisch und ehelichte 1952 die Witwe eines bayrischen Landadligen, Liselotte von Thirek. Die Versorgung von Jutta und Karli Wild stellte er dadurch sicher, daß er den Champion, dem 1956 bei einem Match auf dem Rießersee ein Auge ausgeschlagen wurde, zum Verkaufsdirektor einer seiner Industriefirmen machte. Bald nach Mächlers Zoll-Unfall wurde auch Prinz Hans bei der Einreise nach Deutschland in Lindau festgenommen. Die Zollbehörde von Lörrach hatte einen Haftbefehl gegen ihn erlassen. Nachgewiesen wurde ihm allerdings nur das Einschmuggeln von neuen Schweizer Uhren, wobei er seine diplomatischen Privilegien mißbraucht hatte.
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Noch bevor der Prinz in Lörrach 120 Tage Haft verbüßte*, heckte Georg Spencer Spitz eine neue Idee aus, wie man risikolos und schneller als durch Grenzgeschäfte zu Geld kommen konnte, das nach der Währungsreform auch in der Bank am Münchner Promenadeplatz knapp war. Ehemalige Großaktionäre der arisierten Gesellschaften forderten Nachzahlungen für ihre in der Nazizeit unter Druck verkauften Aktien. Schließlich kam auch der ehemalige Bankinhaber S.S. Marx aus London nach München, um sich mit seinem früheren Schildknappen auseinanderzusetzen. Die Verhandlungen liefen zunächst zäh, so daß Gustl Lenz der Reichsgräfin Wrbna-Kaunitz klagte: »Jetzt habe ich acht Tage meine Hemden durchgeschwitzt.« Später einigte man sich; S.S.
Das Hotel allgemein
Marx bekam einen Kommanditanteil der Lenz-Bank, den er alsbald in bare Münze umsetzte. Wagemutiger als Lenz, den die Schatten der Vergangenheit bedrückten, machte sich Georg Spencer Spitz damals auf, eine Goldader anzuzapfen. Er traf sich in Wiesbaden mit einem alten Bekannten, dem Spielunternehmer Julius Fritz, einem ähnlichen Lebensartisten wie Spitz. Beide sind begeisterte Anhänger des Pferdesports, des Wettens und des Roulettes. Fritz hatte seine Spieltisch-Erfahrungen in den zwanziger Jahren kommerziell ausgewertet und eine neue Glücksmaschine konstruiert, die er »Troula« nannte und als Geschicklichkeits-Apparat tarnte. Ein gebrauchter Wagen kostete unterderhand rund 20 000 Reichsmark oder 200 Dollar. In der Schweiz, wo damals Autos sehr gefragt waren, brachte der Wagen 15 000 Franken oder 4ooo Dollar; das entsprach damals dem Dollar-Frank-Wechselkurs. Wurden diese Dollars über die deutsche Grenze geschmuggelt, konnte man für sie an der schwarzen Börse in München - wenn man überhaupt Reichsmark wollte - 400 000 Reichsmark erhalten.
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Auch Spitz und seine Lebensgefährtin Erika - ein reifes Mannequin - wurden Zunftmitglieder, und der Charmeur Spitz durfte sich sogar als »Altmeister der Zunft« bezeichnen. Seine Dame verbreitete soviel Charme, daß hohe Parteifunktionäre und SS-Dienstgrade freundschaftliche Beziehungen zu Spitzens anknüpften. Sie vermittelten dem galanten Weltmann eine Planstelle beim Kommandeur des Sonderstabes 3. Germanisches SS-Panzerkorps, Fritz Schwend, die ihn vor den Gaskammern bewahrte. Spitz mußte speziell hinter der Westfront Falschgeld in echte Werte umsetzen.
Rien ne va plus: Deutsche Casino Geschichten
Dafür bekam er hohe Provisionen und konnte wie ein Grandseigneur leben. Nach dem Zusammenbruch reinigte er sich sofort von dem Verdacht, Nazi-Kollaborateur gewesen zu sein, indem er exponierten Mitgliedern der »Zunft«, zum Beispiel einem bayrischen Grafen, mitteilte: »Wir müssen uns jetzt trennen. Ich muß wieder zurück zu meiner Mischpoke.« Nachdem Spitz Anschluß bei den amerikanischen Geheimdienst-Chefs Charles Michaelis und Eric Timm gefunden hatte, denen er sich in vieler Hinsicht nützlich erwies, war er nicht mehr so zimperlich. Er verschaffte auch seinem damals verhafteten früheren Kommandeur Schwend Gelegenheit, sich bei den Amerikanern freizukaufen. Der ehemalige Notenfälscher-Boß mußte allerdings einen versteckten Goldschatz - 80 Kilogramm englische Goldpfunde und Napoleons - an Michaelis und Timm abliefern, bekam aber durch Spitz die Chance, schnell wieder Geld zu machen; freilich nicht durch Fortsetzung des »Unternehmens Bernhard«, sondern im Zusammenwirken mit dem Bankier August Lenz und einigen intimen Sports- und Geschäftsfreunden.
Wellness Hotel Step in Prag
»Es war eine gemischte Gesellschaft, die sich damals oft in Lenzens Privatwohnung traf«, berichtet der Kaufmann Günther Wischmann, ein Kollege von Spitz aus der Banknotenfälscherzeit, der ebenfalls in die Nachkriegs-Transaktionen der Lenz-Spitz-Gruppe eingeschaltet wurde. Wischmann: »Spitz war damals der mächtigste Mann in München. Strenge Devisenbeschränkungen, hohe Zölle und Ausfuhrverbote riegelten Westdeutschland vom freien Welthandel ab. Wenige hundert Kilometer vom Münchner Promenadeplatz entfernt aber lag eine Drehscheibe, auf der damals - 1945 bis 1947 - Devisen und knappe Waren zwischen der Schweiz, Österreich, Deutschland und der Tschechoslowakei bewegt wurden: das kleine Fürstentum Liechtenstein. Es traf sich gut, daß Lenz während seiner Industriebankiers-Tätigkeit in den steiermärkischen Wäldern mit der Liechtensteiner Fürstenfamilie bekannt geworden war. So ließen sich -an einem Gebrauchtwagen 380 000 Mark verdienen.
| Casino-Name | Ort (Deutschland) | Entfernung zur Schweizer Grenze | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Casino Konstanz | Konstanz | Direkt am Grenzübergang | Spielbank mit Seeblick, historisches Gebäude |
| Spielbank Bad Ragaz (CH) / Spielbank Konstanz Kooperation | Grenzregion Konstanz | ~2 km | Gemeinsame Veranstaltungen und Gästeprogramme |
| Casino Bregenz (A) - Ziel für Südbaden | Bregenz (Österreich) | ~5 km von deutscher Grenze | Großes Casino am Bodensee, auch für Gäste aus der CH |
| Kurcasino Badenweiler | Badenweiler | ~15 km | Kleines, exklusives Spielcasino im Kurort |
»Der Witz lag bei jedem Geschäft darin, den Schwarzkurs des Dollars in Deutschland auszunutzen«, resümiert Schwend. Höchsten Profit sollte auch eine Transaktion einbringen, die Prinz Jacky und Mächler 1946 einfädelten. Sie meldeten nach München, daß in der Schweiz dringend Widia gebraucht werde, eine Hartmetall-Legierung der Essener Kruppwerke, die daraus gefertigte Verschleißteile an Maschinen vor Abnutzung schützt und damals wegen der Krupp-Demontage sehr knapp war. Der Schweizer Großindustrielle Bührle bot 300 bis 400 Franken je Kilo Widia. In Erwartung einer hohen cas casino plus bonus ohne einzahlung 2026 Gewinnbeteiligung erklärten sich die ehemaligen Bernhardiner Wischmann und Schwend bereit, den Widia-Ankauf mit rund zwei Millionen Mark vorzufinanzieren. Wischmann trieb die knappe Ware in Hamburg auf und ließ sie mit Lastwagen nach München in den Keller der Privatwohnung von Spitz verfrachten. Von dort sollte das Hartmetall in kleinen Partien via Österreich in die Schweiz gebracht werden. Doch kaum wurde mit dem Abtransport begonnen, da störte eine Alarmmeldung Spitz und Konsorten auf.
Infos und Kontakt Details Casino Admiral Colosseum
Sie meldeten nach München, daß in der Schweiz dringend Widia gebraucht werde, eine Hartmetall-Legierung der Essener Kruppwerke, die daraus gefertigte Verschleißteile an Maschinen vor Abnutzung schützt und damals wegen der Krupp-Demontage sehr knapp war. Der Schweizer Großindustrielle Bührle bot 300 bis 400 Franken je Kilo Widia. In Erwartung einer hohen cas casino plus bonus ohne einzahlung 2026 Gewinnbeteiligung erklärten sich die ehemaligen Bernhardiner Wischmann und Schwend bereit, den Widia-Ankauf mit rund zwei Millionen Mark vorzufinanzieren. Wischmann trieb die knappe Ware in Hamburg auf und ließ sie mit Lastwagen nach München in den Keller der Privatwohnung von Spitz verfrachten. Von dort sollte das Hartmetall in kleinen Partien via Österreich in die Schweiz gebracht werden.
2. Zweitplatziert: Jackpot Piraten im Überblick
Doch kaum wurde mit dem Abtransport begonnen, da störte eine Alarmmeldung Spitz und Konsorten auf. Jackys Sekretär Mächler war französischen Besatzungszöllnern ins Garn gegangen und mußte ein halbes Jahr ins Gefängnis. »Schlagartig ruhten alle Geschäfte«, erinnert sich Schwend. »Aus Sicherheitsgründen wurde die Ware in ein Depot gebracht, das sich der Fürst von Liechtenstein in München hatte einrichten lassen.« Nachdem der Widia-Hort noch mehrmals umgeschlagen worden war, bröckelte von dem Hartmetall so viel ab - große Partien verschwanden -, daß die Vorfinanzierer, vor allem Schwend, wegen der Endabrechnung mit Gustl Lenz in Streit gerieten. Der Bankier erinnert sich höchst ungern dieser Affäre und des ganzen Liechtensteiner Zwischenspiels: »Mit was für Leuten mußte man damals verkehren, um existieren zu können.« Wie stark Lenz damals in seinem Geschäfts- und Zahlungsverkehr beengt war, illustriert ein Bericht seines früheren Geschäftsfreunds Schwend: »Die Amis kontrollierten zu dieser Zeit die täglichen Ausgänge und Eingänge der Bank.
Individueller Spielerschutz statt starrer Vorgaben
Über die Bank Schwarzgeschäfte im großen Rahmen zu machen, war unmöglich. Große Geschäfte wurden im Schlafzimmer von Gustl Lenz abgewickelt; da war man wirklich ungestört. Wir waren die Bank außerhalb der Bank.« Die Schlafzimmer-Privatbank wird auch in einem Geschäftsbrief des Lenz-Kompagnons Dr. Otto Schmitz erwähnt, der sich erinnern kann, daß beim Geldzählen außer der damaligen Lenz-Gattin Jutta auch der internationale Eishockeyspieler Karli Wild half, der lange unter Lenzens Dach lebte. Die Hausgemeinschaft wurde erst aufgehoben, als sich Frau Jutta von dem Bankier scheiden ließ, um den heute 42jährigen Sportsmann Karli zu heiraten. Jackys Sekretär Mächler war französischen Besatzungszöllnern ins Garn gegangen und mußte ein halbes Jahr ins Gefängnis. »Schlagartig ruhten alle Geschäfte«, erinnert sich Schwend. »Aus Sicherheitsgründen wurde die Ware in ein Depot gebracht, das sich der Fürst von Liechtenstein in München hatte einrichten lassen.« Nachdem der Widia-Hort noch mehrmals umgeschlagen worden war, bröckelte von dem Hartmetall so viel ab - große Partien verschwanden -, daß die Vorfinanzierer, vor allem Schwend, wegen der Endabrechnung mit Gustl Lenz in Streit gerieten. Der Bankier erinnert sich höchst ungern dieser Affäre und des ganzen Liechtensteiner Zwischenspiels: »Mit was für Leuten mußte man damals verkehren, um existieren zu können.« Wie stark Lenz damals in seinem Geschäfts- und Zahlungsverkehr beengt war, illustriert ein Bericht seines früheren Geschäftsfreunds Schwend: »Die Amis kontrollierten zu dieser Zeit die täglichen Ausgänge und Eingänge der Bank. Über die Bank Schwarzgeschäfte im großen Rahmen zu machen, war unmöglich. Große Geschäfte wurden im Schlafzimmer von Gustl Lenz abgewickelt; da war man wirklich ungestört. Wir waren die Bank außerhalb der Bank.« Die Schlafzimmer-Privatbank wird auch in einem Geschäftsbrief des Lenz-Kompagnons Dr. Otto Schmitz erwähnt, der sich erinnern kann, daß beim Geldzählen außer der damaligen Lenz-Gattin Jutta auch der internationale Eishockeyspieler Karli Wild half, der lange unter Lenzens Dach lebte. Die Hausgemeinschaft wurde erst aufgehoben, als sich Frau Jutta von dem Bankier scheiden ließ, um den heute 42jährigen Sportsmann Karli zu heiraten. Lenz nahm die Trennung nicht tragisch und ehelichte 1952 die Witwe eines bayrischen Landadligen, Liselotte von Thirek. Die Versorgung von Jutta und Karli Wild stellte er dadurch sicher, daß er den Champion, dem 1956 bei einem Match auf dem Rießersee ein Auge ausgeschlagen wurde, zum Verkaufsdirektor einer seiner Industriefirmen machte. Bald nach Mächlers Zoll-Unfall wurde auch Prinz Hans bei der Einreise nach Deutschland in Lindau festgenommen. Die Zollbehörde von Lörrach hatte einen Haftbefehl gegen ihn erlassen. Nachgewiesen wurde ihm allerdings nur das Einschmuggeln von neuen Schweizer Uhren, wobei er seine diplomatischen Privilegien mißbraucht hatte. Noch bevor der Prinz in Lörrach 120 Tage Haft verbüßte*, heckte Georg Spencer Spitz eine neue Idee aus, wie man risikolos und schneller als durch Grenzgeschäfte zu Geld kommen konnte, das nach der Währungsreform auch in der Bank am Münchner Promenadeplatz knapp war. Ehemalige Großaktionäre der arisierten Gesellschaften forderten Nachzahlungen für ihre in der Nazizeit unter Druck verkauften Aktien. Schließlich kam auch der ehemalige Bankinhaber S.S. Marx aus London nach München, um sich mit seinem früheren Schildknappen auseinanderzusetzen. Die Verhandlungen liefen zunächst zäh, so daß Gustl Lenz der Reichsgräfin Wrbna-Kaunitz klagte: »Jetzt habe ich acht Tage meine Hemden durchgeschwitzt.« Später einigte man sich; S.S. Marx bekam einen Kommanditanteil der Lenz-Bank, den er alsbald in bare Münze umsetzte. Wagemutiger als Lenz, den die Schatten der Vergangenheit bedrückten, machte sich Georg Spencer Spitz damals auf, eine Goldader anzuzapfen.
Spielautomaten in Deutschland
Mit diesem Instrument konnte er das offizielle Glücksspielverbot umgehen. »Im Kaiserreich«, sagt Fritz, »kam das Glücksspielen gleich nach dem Pferdestehlen.« Während der Weimarer Zeit war die Polizeiobrigkeit etwas toleranter. Sie duldete eine kleine Anzahl privater Klubs. In Berlin florierten besonders die »Big Five« - fünf Klubs, in denen Bühnen- und Filmstars sowie der Pferdesport-Adel Roulette, Baccarat und Ecarté spielten. Der damalige Berliner Vizepolizeipräsident Weiß, selbst Klubmitglied, hielt seine Hand schützend über die Hautevolee der Spieler und untersagte seinem Glücksspieldezernenten, Kriminalrat Greiner, die Kontrolle der Klubs mit der Begründung: »Was geht es die Polizei an, wenn sich die reichen Leute gegenseitig ihr Geld abknöpfen.« Die Hitlerregierung hob 1933 das Casinoverbotsgesetz auf, genehmigte jedoch nur die Wiedereröffnung der renommiertesten deutschen Spielbank Baden-Baden und tolerierte später das Casino Zoppot. Er traf sich in Wiesbaden mit einem alten Bekannten, dem Spielunternehmer Julius Fritz, einem ähnlichen Lebensartisten wie Spitz.
Banken / LENZ & CO. Spielbanken zu verkaufen
Nach dem Krieg wurde die Bekanntschaft im Kreis der gemischten Gesellschaft erneuert; vor allem nahm Prinz Hans von Liechtenstein - ein Vetter des Regenten Franz Joseph II. Dabei wurde in Rechnung gestellt, daß der Prinz einen Diplomatenpaß besaß und am Heck seines Wagens das CD des Diplomatischen Korps führte. Oft schickte der Prinz nur seinen Sekretär, den Schweizer Hans Mächler, zu Schorsch und Gustl, wie Spitz und Lenz von den Mitgliedern der gemischten Gesellschaft genannt wurden, um einen Gruß an Jacky zu bestellen - so titulierte man Seine Durchlaucht im vertrauten Kreis - und einige Kleinigkeiten abzuholen; beispielsweise wertvolle Gemälde, Wertpapiere oder Juwelen, einmal sogar - behauptet Schwend - einen ehemaligen Fürstenschmuck mit eigroßem Smaragd, den ein Ostflüchtling für rund 600 000 Reichsmark versetzt hatte. Eine Zeitlang ließ sich der Schmuck- und Devisentransporteur Mächler von einem Gehilfen nach München chauffieren und fuhr dann jedesmal mit einem anderen in Bayern erworbenen Kraftwagen nach Vaduz zurück. Er frisierte die Wagen durch ein mitgebrachtes FL (Fürstentum Liechtenstein)-Nummernschild als bereits im Ausland zugelassen, so daß die Zöllner an der österreichischen oder Schweizer Landesgrenze die Fahrzeuge nicht als unverzollte Exportware erkennen konnten.
Das bieten Echtgeld Casinos ohne Limit:
Triptiks- waren damals im Verkehr mit Westdeutschland noch nicht eingeführt. Die Kraftfahrzeuge wurden dann von Liechtenstein aus mit ungewöhnlich hohem Profit in die Schweiz verkauft. Die meisten der etwa 200 Wagenkäufe wurden nämlich mit Dollar finanziert, die man in der Schweiz beschaffen konnte. Damals notierte der Dollar an der schwarzen Börse in München 100 Reichsmark. Ein gebrauchter Wagen kostete unterderhand rund 20 000 Reichsmark oder 200 Dollar.
Was man bei den verschiedenen Lizenzen beachten sollte:
In der Schweiz, wo damals Autos sehr gefragt waren, brachte der Wagen 15 000 Franken oder 4ooo Dollar; das entsprach damals dem Dollar-Frank-Wechselkurs. Wurden diese Dollars über die deutsche Grenze geschmuggelt, konnte man für sie an der schwarzen Börse in München - wenn man überhaupt Reichsmark wollte - 400 000 Reichsmark erhalten. So ließen sich -an einem Gebrauchtwagen 380 000 Mark verdienen. »Der Witz lag bei jedem Geschäft darin, den Schwarzkurs des Dollars in Deutschland auszunutzen«, resümiert Schwend. Höchsten Profit sollte auch eine Transaktion einbringen, die Prinz Jacky und Mächler 1946 einfädelten. Beide sind begeisterte Anhänger des Pferdesports, des Wettens und des Roulettes. Fritz hatte seine Spieltisch-Erfahrungen in den zwanziger Jahren kommerziell ausgewertet und eine neue Glücksmaschine konstruiert, die er »Troula« nannte und als Geschicklichkeits-Apparat tarnte. Mit diesem Instrument konnte er das offizielle Glücksspielverbot umgehen. »Im Kaiserreich«, sagt Fritz, »kam das Glücksspielen gleich nach dem Pferdestehlen.« Während der Weimarer Zeit war die Polizeiobrigkeit etwas toleranter.
- Spielbank Konstanz mit Blick auf den Schweizer Uferbereich des Bodensees
- Casino Schaffhausen in der Schweiz, nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt
- Casino St. Gallen als Ziel für Besucher aus dem Allgäu und Vorarlberg
- Casino Basel (Schweiz) im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz
- Casino Interlaken im Berner Oberland, längere Anreise von der Grenze
Sie duldete eine kleine Anzahl privater Klubs. In Berlin florierten besonders die »Big Five« - fünf Klubs, in denen Bühnen- und Filmstars sowie der Pferdesport-Adel Roulette, Baccarat und Ecarté spielten. Der damalige Berliner Vizepolizeipräsident Weiß, selbst Klubmitglied, hielt seine Hand schützend über die Hautevolee der Spieler und untersagte seinem Glücksspieldezernenten, Kriminalrat Greiner, die Kontrolle der Klubs mit der Begründung: »Was geht es die Polizei an, wenn sich die reichen Leute gegenseitig ihr Geld abknöpfen.« Die Hitlerregierung hob 1933 das Casinoverbotsgesetz auf, genehmigte jedoch nur die Wiedereröffnung der renommiertesten deutschen Spielbank Baden-Baden und tolerierte später das Casino Zoppot.
- Grenzüberschreitende Verkehrsanbindung zu Schweizer Casinos von Deutschland aus
- Wichtige Autobahnverbindungen wie die A81 Richtung Singen/Kreuzlingen
- Bahnverbindungen von deutschen Grenzstädten nach Zürich oder St. Gallen
- Parkmöglichkeiten und Shuttle-Services an größeren Grenzcasinos
- Kontrollen und Zollbestimmungen für Bargeld bei der Einreise in die Schweiz
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